Après-Soleil Produkte sind speziell formuliert, um die Haut nach UV-Exposition zu beruhigen und die Feuchtigkeitsbalance wiederherzustellen. Typische Inhaltsstoffe sind Aloe vera zur lindernden Wirkung, Panthenol zur Unterstützung der Hautoberfläche, Hyaluronsäure für intensive Feuchtigkeitsbindung sowie leichte Emollients, die die Barrierefunktion stärken. Zusätzliche Antioxidantien wie Vitamin E oder Pflanzenextrakte können freien Radikalen entgegenwirken, ersetzen jedoch keine Sonnenschutzmassnahmen.
In der Auswahl unterscheidet man zwischen kühlenden Gelen, feuchtigkeitsspendenden Lotionen, Pflegecremes und speziellen After-Sun-Produkten für empfindliche oder irritierte Haut. Für Kinder und Personen mit sehr sensibler Haut eignen sich parfümfreie und dermatologisch getestete Präparate. Kühlende Inhaltsstoffe wie Menthol können kurzfristig Erleichterung bringen, sollten bei Kleinkindern und stark irritierter Haut jedoch sparsam angewendet werden.
Bei sichtbaren Sonnenbränden mit Blasenbildung, ausgeprägter Rötung oder systemischen Symptomen wie Fieber ist eine ärztliche Abklärung angezeigt. Nur wenn notwendig kommen lokal wirksame Arzneimittel in Frage; viele After-Sun-Produkte sind kosmetischer Natur und zielen auf Hydration und Barrierepflege ab. In Apotheken erhältliche, stärkere Arzneimittel sind nach Beratung empfohlen und unterliegen der jeweiligen Zulassung durch Swissmedic oder gelten als apothekenüblich.
Praktische Anwendungstipps: Die Haut sollte vor dem Auftragen gereinigt und nicht weiter gereizt werden. Produkte sanft auftragen, nicht reiben. Bei Sonnenbrand offene Wunden nicht fetten oder mit Ölen behandeln. Für die Kopfhaut und Lippen gibt es speziell abgestimmte Pflegeprodukte. Zur Vorbeugung sind After-Sun-Massnahmen ergänzend zur Verwendung eines adäquaten Sonnenschutzmittels zu sehen. Lagerungshinweis: kühl und lichtgeschützt aufbewahren, ausser Reichweite von Kindern.
In Apotheken stehen geschulte Mitarbeitende für Beratung zur Verfügung, insbesondere bei Unsicherheit über Inhaltsstoffe, Unverträglichkeiten oder Wechselwirkungen mit bestehenden Hauttherapien. Empfehlungen richten sich nach Hauttyp, Schwere der Irritationen und Begleitmedikation; bei chronischen Hauterkrankungen ist die Rücksprache mit einem Dermatologen sinnvoll.