Vorsicht vor Zeckenstichen!

Sobald der Frühling mit milderen Temperaturen kommt, zieht es uns für Freizeit- und Sportaktivitäten an die frische Luft. Gerade in den warmen Monaten von März bis November sind Zecken nun besonders aktiv. Da sie in der ganzen Schweiz verbreitet sind, ist besondere Vorsicht vor Zeckenstichen geboten. Die Parasiten sind gefährlich, weil sie die Erreger der Lyme-Borreliose oder der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen können.

 

Was ist eine Zecke?

Zecken gehören zu den Spinnentieren. Der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) ist die am weitesten verbreitete Zeckenart in der Schweiz. Er lebt hauptsächlich im Unterholz, an Waldrändern und Wegen, er kann aber auch Pflanzen bis zu einer Höhe von 1,5 Metern erklimmen. Dort wartet die Zecke geduldig auf eine Gelegenheit, sich an ihren Wirt, egal ob Tier oder Mensch, zu klammern und sucht dann eine Stelle zum Stechen aus. Mit ihrem oberen Mundwerkzeug (den Kieferklauen) ritzt die Zecke die Haut des Wirtes auf und schiebt ihr unteres Mundwerkzeug (Hypostom) in die Haut. Der Stich, umgangssprachlich auch als „Biss“ bezeichnet, ist schmerzlos dank eines betäubenden Sekrets, das die Zecke dabei absondert. Der Parasit bleibt über mehrere Tage fest in der Wirtshaut verankert und nimmt das Blut seines Opfers in den Verdauungstrakt auf. Eine mit Blut vollgesaugte Zecke kann das Zweihundertfache ihres ursprünglichen Gewichts erreichen. Über ihren Speichel können die Parasiten zahlreiche gefährliche Krankheiten übertragen.
   
   

Zeckenstiche bleiben oft unbemerkt, weil sie schmerzlos sind.

Zeckenstichen

Zeckenstiche bleiben oft unbemerkt, weil sie schmerzlos sind. Es ist daher ratsam, nach Aktivitäten im Freien und in der Natur den ganzen Körper und die Kleidung nach Zecken abzusuchen. Besonders gründlich sind die folgenden Körperbereiche zu kontrollieren: Achselhöhlen, Schultern, Nacken, Haaransatz, Ellenbeuge, Bauchnabel, Leistengegend und Kniekehlen. Zecken nisten sich gerne an warmen, feuchten Stellen ein. Über ihren Speichel können Zecken die Erreger schwerer Krankheiten wie der Lyme-Borreliose oder der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) weitergeben.

 

 

   
   

 

Zeckenstichen

Zecken können für den Menschen gefährlich sein.

Zecken übertragen verschiedene Krankheiten auf den Menschen, insbesondere die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Lyme-Borreliose. In den drei Wochen nach einem Stich muss kontrolliert werden, ob an der Einstichstelle ein Fleck oder eine Rötung auftritt. Im Zweifelsfall oder in folgenden Fällen ist umgehend ein Arzt aufzusuchen:

  • Die Zecke konnte nicht richtig entfernt werden oder ein Teil der Zecke verbleibt in der Wunde.
  • Eine grössere Hautrötung bildet sich rund um die Einstichstelle.
  • Kopfschmerzen treten zwei bis vier Tage nach dem Zeckenstich auf.
  • Grippeähnliche Symptome treten zwei bis drei Wochen nach dem Zeckenstich auf.
Weitere Informationen über durch Zecken übertragbare Krankheiten
   
   

Die ganze Schweiz ist Risikogebiet

 

Die gesamte Schweiz gilt als Risikogebiet für die Übertragung der Lyme-Borreliose durch Zecken. Nach Angaben des BAG erkranken in der Schweiz jährlich etwa 10'000 Menschen an dieser Infektionskrankheit.

   

 

Weitere Informationen zum Thema:

 

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Wie kann man sich vor Zecken schützen?

Wie wird eine Zecke entfernt?

Zecken-Impfung

Ein angemessener Schutz vor Zecken verringert die Wahrscheinlichkeit eines Zeckenstichs.

Bei einem Zeckenstich muss die Zecke sorgfältig und möglichst umgehend entfernt werden, um das Übertragungsrisiko von Krankheiten zu vermindern.

Die FSME-Impfung schützt vor Frühsommer-Meningoenzephalitis, einer Krankheit, die schwere Komplikationen haben kann und für die es keine Behandlung gibt.

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Weitere Informationen und Ratschläge zu Zecken und durch Zecken übertragbare Krankheiten finden Sie auf der Website www.zecken-stich.ch.