Die Pflege der Nase umfasst Hygienemassnahmen, lokale Befeuchtung und gezielte symptomatische Hilfen. Salzlösungen (isotonisch oder leicht hypertonisch) unterstützen das Entfernen von Sekreten und Fremdstoffen, befeuchten die Schleimhaut und sind in der Regel gut verträglich. Nasenspülungen mit geeigneten Sets werden zur mechanischen Reinigung empfohlen, insbesondere bei Schleimansammlungen oder nach Operationen, sofern vom Fachpersonal angeordnet.
Nasensprays und -tropfen: Zur kurzfristigen Linderung von durch Erkältung oder Allergie bedingter Nasenverstopfung kommen verschiedene Präparate zum Einsatz. Auf Wirkstoffbasis unterscheidet man physikalische (Salzlösungen), abschwellende Wirkstoffe (lokale Vasokonstriktoren) und antiinflammatorische Präparate (z. B. kortisonhaltige Nasensprays, häufig verschreibungspflichtig oder apothekenpflichtig). Wichtig sind korrekte Anwendung, Behandlungsdauer und Hinweise zur Gefahr einer Gewöhnung bei abschwellenden Sprays.
Spezialprodukte wie Nasensalben, -gele und Befeuchtungssticks schützen die Nasenschleimhaut bei trockener Heizungsluft oder nach Medikamenteneinnahme. Für Kinder und Säuglinge gibt es altersgerechte Formulierungen und Applikationshilfen; bei Säuglingen ist die Beratung durch Apotheke oder Kinderarzt besonders wichtig. Schwangere und stillende Personen sollten Arzneimittelanwendungen mit Fachpersonen abklären.
Sicherheit und korrekte Anwendung: Vor Anwendung stets Produktinformation lesen. Bei länger anhaltender starker Verstopfung, Nasenbluten, Schmerz oder Verlust des Geruchssinns sollte medizinische Abklärung erfolgen. Apothekerinnen und Apotheker in der Schweiz beraten zu Wechselwirkungen, Lagerung (meist trocken und nicht über 25 °C), geeigneter Dosierung und zu Swissmedic-geregelten Produkten. Für chronische Beschwerden sind Ursachenabklärung und fachärztliche Betreuung wichtig.
Praktische Tipps: Hygienisch saubere Hände vor der Anwendung, gerätegerechte Reinigung von Nasenspül-Sets nach Herstellerangaben, Einhalten der empfohlenen Behandlungsdauer bei abschwellenden Sprays (meist nicht länger als wenige Tage) und regelmässige Kontrolluntersuchungen bei anhaltenden Symptomen. Die richtige Produktwahl richtet sich nach Alter, Beschwerden und Begleiterkrankungen.