Sonnenschutz ist mehr als nur eine Creme: Er besteht aus geeigneter Textur, ausreichendem Lichtschutzfaktor, regelmässiger Anwendung und ergänzendem physikalischem Schutz. Für den Alltag reichen oft leichte Tagescremes mit UVA/UVB-Schutz; für Freizeitaktivitäten am Wasser oder in den Bergen sind wasserfeste Formulierungen mit hohem LSF empfehlenswert. Mineralische Filter (z. B. Titandioxid, Zinkoxid) bieten sofortigen Schutz und sind oft für sensible Haut und Kinder geeigneter, während chemische Filter leichtere Texturen ermöglichen.
Der Lichtschutzfaktor (LSF) beschreibt den Schutz vor UVB-Strahlung; wichtig ist jedoch ein breitbandiger Schutz gegen UVA- und UVB-Strahlung. Dermatologisch geprüfte Produkte führen entsprechende Kennzeichnungen. Die Auftragsmenge beeinflusst den Schutz massgeblich: Für eine effektive Schutzwirkung werden ca. 2 mg pro cm2 Haut empfohlen; das entspricht etwa einem Teelöffel für Gesicht und Hals und einem Shotglas für den ganzen Körper bei einem Erwachsenen. Wiederholtes Auftragen alle zwei Stunden und nach dem Baden oder Schwitzen ist zentral.
Bei Kindern, sensibler oder atopischer Haut sind unparfümierte, hypoallergene und möglichst mineralbasierte Produkte zu bevorzugen. Menschen unter bestimmten Medikamenten (z. B. photosensibilisierende Antibiotika, Retinoide, bestimmte Diuretika) sollten sich in der Apotheke oder beim behandelnden Arzt über erhöhte Lichtempfindlichkeit informieren. Ergänzend sind physischer Schutz wie Kleidung mit UPF, Sonnenhut und Sonnenbrille mit UV400-Einstufung wichtige Massnahmen.
Aufbewahrung, Haltbarkeit und sachgerechte Anwendung sind Teil des sicheren Umgangs: Sonnenschutzmittel sollten kühl und lichtgeschützt gelagert und nicht nach Ablaufdatum verwendet werden. Bei Unsicherheiten zu Inhaltsstoffen, Allergien oder kombinierten Therapien bietet die Apotheke qualifizierte Beratung nach Apothekenstandard an. Hinweise zu zulassungsrelevanten Aspekten orientieren sich an schweizerischen Vorgaben und europäischen Kennzeichnungen.