Sonnenschutz ist ein zentraler Bestandteil der Hautvorsorge und reduziert das Risiko kurzzeitiger Schädigungen wie Sonnenbrand und langfristiger Veränderungen durch UV-Strahlung. Zu unterscheiden sind SPF-Werte, die primär vor UVB schützen, und das UVA-Schutzniveau, das für die tiefere Hautschicht relevant ist. In der Schweiz gelten Kennzeichnungsvorgaben, sodass Produkte mit UVA-Symbol und deklarierter Wasserfestigkeit leichter vergleichbar sind.
Es existieren zwei Haupttypen von Filtern: mineralische (physikalische) Wirkstoffe wie Zinkoxid oder Titandioxid, die Licht reflektieren, und chemische Filter, die UV-Strahlen absorbieren und in Wärme umwandeln. Beide Systeme haben Vor- und Nachteile bezüglich Hautgefühl, Weisseln und Verträglichkeit; für Babys und sehr empfindliche Haut sind mineralische Formulierungen oft empfehlenswert. Die Wahl richtet sich nach Hauttyp, Verwendungszweck (Sport, Wasser, Alltag) und persönlichen Präferenzen.
Richtige Anwendung ist entscheidend: Ausreichende Menge (ca. 2 mg/cm2 — das entspricht etwa einem halben Teelöffel pro Gesicht) und gleichmässiges Auftragen 20–30 Minuten vor Sonnenexposition, sowie regelmässiges Nachcremen nach Schwitzen, Baden oder Abtrocknen. Bei intensiver Sonneneinstrahlung und Aufenthalt im Freien sind ergänzende Schutzmassnahmen essenziell: Sonnenschutzkleidung, breitkrempige Hüte und UV-schützende Sonnenbrillen reduzieren die Belastung erheblich.
Besondere Hinweise betreffen Kinder, Schwangerschaft und Medikamenteninteraktionen. Säuglinge unter 6 Monaten sollten direkte Sonne meiden; für ältere Kinder sind speziell formulierte, parfümfreie Produkte sinnvoll. Einige Medikamente (z. B. bestimmte Antibiotika, Diuretika, Schmerzmittel) können die Lichtempfindlichkeit erhöhen — in solchen Fällen ist eine Beratung durch die Apotheke ratsam. Ebenfalls wichtig sind Haltbarkeit, Lagerung (kühl, nicht direkt in der Sonne) und die fachgerechte Entsorgung der Verpackung.
Für die Produktauswahl bieten Apotheken geprüfte Marken und fachliche Beratung an. Schweizer Regularien und Hinweise von Behörden wie Swissmedic sowie europäische Kennzeichnungen helfen bei der Orientierung. Ziel ist ein nutzungsorientierter, sicherer Sonnenschutz, der Hautgesundheit und Alltagstauglichkeit verbindet.