Basilikum
Die grüne Geheimzutat vieler Lieblingsgerichte
Was ist Basilikum?
Basilikum ist eine aromatische Pflanze aus der Familie der Lippenblütler und somit mit Kräutern wie Rosmarin oder Salbei verwandt. Besonders bekannt ist das Echte Basilikum (Ocimum basilicum), das weltweit in vielen Küchen verwendet wird.
Je nach Art und Klima kann Basilikum einjährig oder kurzlebig mehrjährig wachsen. In Mitteleuropa wird das bekannte Küchenbasilikum aufgrund seiner Frostempfindlichkeit jedoch meist nur einjährig kultiviert. Die Pflanze gedeiht besonders gut in nährstoffreicher, leicht feuchter Erde und eignet sich deshalb auch für den Anbau im Topf auf dem Balkon oder der Fensterbank.
Typisch für Basilikum sind die eiförmigen, intensiv duftenden Blätter, die je nach Sorte unterschiedlich gross ausfallen können. Unter guten Bedingungen wachsen die Pflanzen dicht und buschig und erreichen eine Höhe zwischen 20 und 60 Zentimetern. Der charakteristische Duft entsteht durch feine Öldrüsen in den Blättern. Zwischen Juni und September bildet Basilikum zudem kleine, weisse oder zart rosafarbene Blüten, die vergleichsweise unscheinbar wirken.
Was macht Basilikum so gesund?
Basilikum wird nicht nur wegen seines aromatischen Geschmacks, sondern auch wegen seiner vielseitigen Inhaltsstoffe geschätzt. Besonders charakteristisch sind die ätherischen Öle, die je nach Sorte unterschiedlich zusammengesetzt sind und dem Kraut sein typisches Aroma verleihen. Zu den wichtigsten Bestandteilen zählen Linalool, Cineol, Citral, Eugenol und Estragol. Darüber hinaus kommen weitere natürliche Pflanzenstoffe wie Geraniol, Kampfer oder Zimtsäureester vor.
Darüber hinaus liefert Basilikum verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Enthalten sind unter anderem die Vitamine A und C sowie die Mineralstoffe Kalium, Calcium und Magnesium. Ergänzt wird die Zusammensetzung durch B-Vitamine sowie weitere pflanzliche Inhaltsstoffe wie Polyphenole, Flavonoide und Saponine. Besonders die enthaltenen Antioxidantien tragen dazu bei, dass das Kraut häufig mit einer bewussten und abwechslungsreichen Ernährung in Verbindung gebracht wird.
Welche Basilikum-Sorten gibt es?
Die Gattung Basilikum umfasst eine grosse Vielfalt an Sorten, die sich im Aussehen und Aroma deutlich unterscheiden können. Besonders bekannt ist das Genoveser Basilikum mit seinen grossen, kräftig grünen Blättern, das als klassische Form des Echten Basilikums gilt. Es wird häufig in der mediterranen Küche verwendet und ist für seinen typischen Basilikumduft und -geschmack bekannt, der viele Gerichte prägt.
Daneben gibt es auch Varianten mit kleineren Blättern, wie dasPistou- oder das feinblättrige Basilikum. Diese Formen wachsen besonders dicht, haben ein etwas milderes Aroma und werden gerne für verschiedene kalte und warme Speisen genutzt. Zur Vielfalt gehört auch das Anisbasilikum, das sich durch einen an Anis erinnernden Geschmack mit leicht pfeffrigen Nuancen auszeichnet. Es wird vor allem für süssliche Gerichte, aber auch für Salate oder würzige Speisen verwendet.
Eine weitere auffällige Sorte sind rotblättrige Basilikumarten wie „Dark Opal“ oder „Moulin Rouge“. Sie unterscheiden sich optisch deutlich durch ihre dunkelroten bis violetten Blätter, die durch natürliche Pflanzenfarbstoffe entstehen. Geschmacklich wirken sie oft etwas kräftiger oder herber als grüne Varianten und werden gerne eingesetzt, wenn auch das Auge beim Essen eine Rolle spielt. Ähnlich vielfältig ist das Griechische Basilikum mit seinen sehr kleinen Blättern und seinem buschigen Wachstum. Es eignet sich gut für den Anbau im Topf.
Besonders aromatisch sind darüber hinaus Sorten wie das Zitronenbasilikum mit seiner frischen, zitronigen Note oder das mexikanische Zimtbasilikum, das nach Zimt und anderen warmen Gewürzen duftet. Auch das Thai-Basilikum gehört zu dieser Gruppe. Es verbindet ein würziges Aroma mit einer leichten Anisnote und wird daher insbesondere in der asiatischen Küche geschätzt. Die Vielfalt wird durch weitere besondere Formen ergänzt, darunter „Pesto Perpetuo“ mit hellgrün-weissem Laub sowie Tulsi, eine mehrjährige Basilikumart mit süsslich-würzigem Geschmack.
Welche Wirkung hat Basilikum auf Körper und Geist?
Aufgrund seiner natürlichen Inhaltsstoffe wird Basilikum mit verschiedenen positiven Effekten auf das allgemeine Wohlbefinden in Verbindung gebracht. Hinsichtlich des mentalen Empfindens wird ihm häufig eine ausgleichende und beruhigende Wirkung zugeschrieben.
Einige Studien deuten darauf hin, dass bestimmte Inhaltsstoffe in Stresssituationen eine entspannungsfördernde Wirkung haben können. Gleichzeitig wird bei aromatischen Anwendungen eine mögliche Verbindung zu erhöhter Aufmerksamkeit und geistiger Klarheit erwähnt. Dadurch wird Basilikum gelegentlich im Zusammenhang mit Konzentration und mentaler Aktivität genannt.
Auch für körperbezogene Prozesse werden verschiedene unterstützende Eigenschaften beschrieben. Die enthaltenen Pflanzenstoffe werden im Zusammenhang mit antioxidativen Eigenschaften genannt, die den Organismus dabei unterstützen können, mit belastenden Einflüssen umzugehen. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass bestimmte Inhaltsstoffe mit entzündungsbezogenen Vorgängen in Verbindung stehen und somit Teil eines ausgewogenen Körpergleichgewichts sein können.
Worauf sollte man beim Kauf von Basilikum achten?
Beim Kauf von Basilikum lohnt es sich, vor allem auf die Frische der Pflanze zu achten. Wichtig sind kräftig grüne, unverletzte Blätter, da diese auf eine vitale Pflanze hinweisen. Ausserdem wird empfohlen, auf Bio-Qualität und regionale Herkunft zu achten, da die Pflanzen häufig aus kleineren Gärtnereien stammen und somit kürzere Transportwege haben. Das ist ökologisch sinnvoll und kann sich positiv auf die Qualität der Pflanze auswirken.
Basilikum in der täglichen Ernährung: Praktische Ideen
- Verwenden Sie Basilikum möglichst frisch und greifen Sie idealerweise auf Blätter zurück, die erst kurz zuvor gekauft wurden. Da das Kraut beim Trocknen deutlich an Aroma verliert, liefert frische Verwendung den intensivsten Geschmack und eignet sich besonders für den direkten Einsatz in Gerichten.
- Geben Sie Basilikum immer erst ganz am Ende der Zubereitung in warme Speisen. Die ätherischen Öle sind hitzeempfindlich und können sich während des Kochens verflüchtigen, wodurch sowohl Duft als auch Geschmack deutlich abgeschwächt werden.
- Behandeln Sie die Blätter besonders schonend, indem Sie diese nicht zu stark hacken. Rollen Sie sie lieber zusammen oder zupfen Sie diese vorsichtig, damit die Struktur erhalten bleibt und möglichst wenig Aroma verloren geht.
- Kombinieren Sie Basilikum gezielt mit klassischen mediterranen Zutaten wie Tomaten, Mozzarella, Knoblauch und Olivenöl. Diese Kombination unterstützt ein harmonisches Geschmacksbild, das besonders in der italienischen Küche typisch ist.
- Verwenden Sie Basilikum in frischen Salaten und geben Sie es erst kurz vor dem Servieren hinzu. So bleibt die Struktur der Blätter erhalten und sie wirken weder welk noch geschmacklich abgeschwächt.
- Sie können Basilikum auch als Basis für Pesto verwenden, indem Sie die frischen Blätter zusammen mit Öl und weiteren Zutaten zerkleinern. Traditionell erfolgt dies im Mörser, heute auch häufig mit Küchenmaschinen.
- Um Basilikumöl herzustellen, geben Sie frische Blätter in eine Flasche mit kaltgepresstem Olivenöl und lassen es einige Zeit ziehen. Durch gelegentliches Schütteln verteilt sich das Aroma gleichmässiger im Öl.
- Achten Sie darauf, dass alle Blätter vollständig mit Öl bedeckt sind. Nur so können Sie verhindern, dass Luftkontakt die Haltbarkeit beeinträchtigt oder unerwünschte Veränderungen entstehen. Filtern Sie das Öl nach der Ziehzeit sorgfältig, bevor Sie es weiterverwenden. So entfernen Sie die Pflanzenreste und erhalten ein klareres, länger haltbares Produkt.
- Wenn Sie Basilikum länger aufbewahren möchten, frieren Sie es ein. Dafür können die Blätter gewaschen, getrocknet und entweder pur oder portionsweise eingefroren werden.
- Nutzen Sie Eiswürfelformen, um Basilikum praktisch zu portionieren. Wenn Sie diese zusammen mit etwas Wasser einfrieren, lassen sich kleine Mengen später direkt in Suppen oder Saucen verwenden.
- Wenn Sie eine intensivere grüne Farbe erhalten möchten, blanchieren Sie die Blätter kurz vor dem Einfrieren. Anschliessend werden sie in Eiswasser abgeschreckt, um den Prozess zu stoppen und die Farbe zu stabilisieren.
- Sie können Basilikum auch in Kräuterbutter verwenden, indem Sie es fein hacken und mit Butter sowie Gewürzen vermengen. Diese Mischung eignet sich gut als Brotaufstrich oder als Ergänzung zu warmen Gerichten.
- Sie können Basilikum auch in Getränken verwenden, indem Sie einige Blätter in Wasser mit Zitrone geben. So erhalten Sie ein leicht aromatisiertes Getränk mit frischer Kräuternote.
Dank seiner grossen Sorten- und Aromavielfalt bietet Basilikum zahlreiche Möglichkeiten für die kreative Küche. Ob frisch verwendet, zu Pesto verarbeitet oder als Würzöl – das Kraut lässt sich unkompliziert in den Alltag integrieren.


